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Einsatzleitwagen (ELW), Baujahr 2005

Florian Spenge 1 ELW1 1

ELW 1 Spenge-Mitte

Bei kleinen überschaubaren Einsätzen leitet der Fahrzeugführer des Löschfahrzeuges den Einsatz ohne zusätzliche personelle Unterstützung. Auch hinsichtlich der Kommunikationsmittel ist er auf die beschränkte Ausstattung des Löschfahrzeuges angewiesen. Bei größeren Einsätzen mit mehreren Löschzügen und Sonderfahrzeugen reicht dies nicht mehr aus. Dem Einsatzleiter sind zwei sogenannte Führungshilfen (Funker/Lagekartenführer und Funker/Einsatztagebuchführer) und ein Gruppenführer z.b.V. zugeordnet. Standort dieser Einsatzleitung ist in der Regel der Einsatzleitwagen, quasi als mobiler Arbeitsplatz. Für die Arbeit der zwei Führungshilfen stehen im Fahrzeug zwei vollwertige PC Arbeitsplätze zur Verfügung. Während die Verbindung vom ELW zur Leitstelle weiter mit dem üblichen Feuerwehrfunkkanal im 4-Meter-Band aufrecht erhalten wird, wird der Funkverkehr der Einsatzstelle entsprechend der räumlichen Aufteilung in Abschnitte im Tetra Digitalfunk abgewickelt. Der ELW stellt mit seiner Funkausstattung die Schnittstelle dar. Des weiteren ist der ELW mit einer Reihe von Spezialgeräten ausgestattet. Dazu gehören u.a. tragbare 2-Meter und Tetra Handfunkgeräte, ein D Netz-Mobiltelefon, ein Multifunktionsgerät (Kopierer, Telefax, Scanner), eine Telefonanlage mit einem festen Telefon und vier Mobilteilen. Ein fest eingebauter Antennenmast soll die Funkverbindung an funktechnisch kritischen Stellen des Stadtgebietes sicherstellen. An ihm kann auch eine rote Rundumkennleuchte installiert werden, die den Standort der Einsatzleitung kennzeichnet. Das Fahrzeug bringt die Möglichkeit der Lagedarstellung auf einer magnetischen weißen Tafel mit dem System Füsys. Die Tafel ist abnehmbar und kann somit bei der späteren Einrichtung einer größeren Einsatzleitung in einem Gebäude oder in dem ELW 2 des Kreises Herford mitgenommen werden. Zugr Ausrüstung gehören ebenfalls Funktionswesten „Modell Düsseldorf“. Mit diesen Westen werden Funktionen wie Einsatzleiter und Abschnittsleiter gekennzeichnet. Funkgeräte, Telefon und Schreibmaterial können in den Westen mitgeführt werden. Zur Information der Einsatzleitung dienen mitgeführte Gebäude-/ Einsatzpläne von größeren Objekten (Firmen, Schulen, Altenheim, etc), Handbücher über den Umgang mit Gefährlichen Stoffen und ein Einsatzleiterhandbuch. Beide PC Arbeitsplätze (mit Gebäude- und Objektplänen, digitale Abwasserpläne, digitale Wasserversorgungspläne, Hommel, Telefonverzeichnissen u. a.) ergänzen die oben angeführte Literatur. Durch die Möglichkeit der Stromeinspeisung (ein Stromerzeuger wird auf dem Fahrzeug mitgeführt) kann ein Betrieb der Einrichtungen des Fahrzeuges auch über einen längeren Zeitraum sichergestellt werden. Absperr- und Warnmaterial, Notfalltasche, Handlampen, Werkzeug, Feuerlöscher, Megaphon, Fernglas, Flipchart, Schutzkleidung, Atemanschlüsse, Atemfilter, Verletztenanhängekarten ergänzen die Beladung des Fahrzeuges.

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