Montag, 11. Dezember 2017
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Die Geschichte der Löschgruppe Wallenbrück

Bis ins Jahre 1898 gab es in Wallenbrück nur eine Pflichtfeuerwehr, in dieser leisteten vom Amt bestimmte Männer Dienst. Mit einer "Spritzenprämie" wurden die Wehren von der "Westfälischen Provinzial-Feuer-Societät" angehalten, immer als erster an der Brandstelle zu sein. So erhielt beispielsweise 1838 die erste eingetroffene Wehr 5 Taler und die zweite noch 2,15 Taler. Besonders einsatzfreudige Wehrmänner erhielten sogar eine "Gratifikation". Die Freiwillige Feuerwehr Wallenbrück besteht seit dem 01. Juli 1898. Der Ortsvorsteher hatte die Gründungsversammlung einberufen und 20 hilfsbereite Männer stellten sich für den Dienst zur Verfügung. Innerhalb der nächsten Tage wuchs die Zahl auf 25 Helfer. Als Ausrüstung stand ihnen lediglich die von der Pflichtfeuerwehr übernommene Feuerspritze zur Verfügung. Die Aufnahmegebühr betrug damals eine Mark (fast eine ganzer Tageslohn), dazu mussten neun Mark als Kleidungsgeld für die Schutzausrüstung entrichtet werden. Auch sonst herrschten damals harte Sitten. Jeder, der bei einer Übungsstunde unentschuldigt gefehlt hatte, musste 0,50 Mark zahlen. Gar um eine Mark ärmer wurde der Feuerwehrmann, der bei einer Feier fehlte. Um die Entschuldigungen ordnungsgemäß abgeben zu können, war in der Gaststätte Brinkmann dazu eigens ein Kasten angebracht worden.

Bis 1908 besaßen Wallenbrück und Bardüttingdorf ein gemeinsames Spritzenhaus. Es lag schräg gegenüber dem heutigen Textilhaus Brandmann, südlich des Helliger Weges. Die Wartung der Feuerschutzgeräte besorgte damals im Auftrag der beiden Gemeinden ein "Spritzenmeister" aus der Nachbarschaft des Spritzenhauses. Diese Aufgaben übernahmen später die Freiwilligen Feuerwehren Bardüttingdorf (Gründung 1890) und Wallenbrück (Gründung 1898). Nebenbei hatten die damaligen Spritzenhäuser noch die Funktion des "Arrest-Lokals". Personen, die von der Polizei ins Gewahrsam genommen wurden, wurden zur vorläufigen Festsetzung dorthin verbracht. Nach dem Verkauf des schon längst baufälligen Spritzenhauses 1908 wurde der Erlös zwischen Wallenbrück und Bardüttingdorf aufgeteilt. Die weitere Nutzung des Gebäudes ist jedoch unbekannt. Heute ist von dem Spritzenhaus nichts mehr übrig geblieben.

 

Die Geschichte der Löschgruppe tabellarisch

1898 Am 01. Juli wird die Feuerwehr Wallenbrück gegründet
1930 Wallenbrücks Feuerwehr gründet ein Trommler- und Pfeifencorps
1948 Die Handspritze, die mehr als 50 Jahre lang ihren Dienst getan hat, wird durch eine Zweitakt- Motorspritze abgelöst.
1956 Der Anbau des Feuerwehrgerätehauses in Wallenbrück wird am Ostflügel der Wallenbrücker Schule in der Größe
9 Meter x 11,5 Meter abgeschlossen.
1987 Im Sommer gibt es die Einweihung des neuen Gerätehausanbaus an der früheren Grundschule.
1987 Im Dezember erhält die Löschgruppe ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF)
1993 Ein von der Feuerwehr Enger beschafftes Tanklöschfahrzeug (TLF 16/25) erweitert den Fuhrpark. Diese Fuhrpark-Erweiterung wird durch Eigenmittel und Spenden möglich.
1998 Führt die Löschgruppe die Erweiterung des Gerätehauses um eine Fahrzeughalle in Eigenleistung durch.
2000 Ein durch Spenden finanziertes Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) auf VW Caravelle T4 wird beschafft.
2003 Im Februar übernimmt die Löschgruppe das neuwertige Tanklöschfahrzeug 16/25 (TLF 16/25) vom Löschzug Lenzinghausen.
2008 Das Tanklöschfahrzeug (TLF 16/25) wird mit einer Schaumzumischanlage ausgerüstet.
2012 Das Feuerwehrgerätehaus wird mit einer Abgasabsauganlage ausgerüstet

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