Freitag, 30. Oktober 2020
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Das Leben auf der Baustelle hat ein glückliches Ende genommen!

Gerätehaus Spenge-Mitte nach umfangreicher Sanierung und Erweiterung eingeweiht

Spenge. Zweieinhalb Jahre wurde an der Eschstraße in Spenge gebaut. Am Ende ist der Umbau des Gerätehauses Spenge-Mitte schon fast einem Neubau gleichgekommen. Nun wurde das moderne Feuerwehrdomizil offiziell in Betrieb genommen. Bürgermeister Bernd Dumcke übergab symbolisch den Schlüssel an Wehrführer Thomas Reschke. Für die Wehrleute des Löschzugs Spenge-Mitte ist damit eine entbehrungsreiche Zeit zu Ende gegangen. Sie sind während der Bauphase am alten Standort verblieben und haben sich mit den Bauarbeitern arrangiert. Reschke ist stolz auf seine Leute: „Sie haben trotz der widrigen Umstände alles am Laufen gehalten!“  

Das alte Gerätehaus des Löschzugs Mitte, dessen Bausubstanz teilweise noch aus den 1950er Jahren stammt, hat sich während der zurückliegenden Monate in einen modernen Funktionsbau und Ausbildungsstandort gewandelt. Die 41 Aktiven der Einheit können ihr Ehrenamt nun unter optimalen Bedingungen ausüben. 1,4 Millionen Euro aus Landesmitteln wurden für die Baumaßnahme aufgewendet. „Das Geld ist gut verwendet worden“, meinte der Bürgermeister bei der Einweihung.

Teilabriss schafft Platz für neue Fahrzeughalle und Anbau

Zunächst war ein Teil des alten „Spritzenhauses“ abgerissen worden, um Platz für die neue Fahrzeughalle zu schaffen. Sie entstand in Industriebauweise, also als Stahlhallenkonstruktion mit Sandwich-Fassadenplatten. Drei Einsatzfahrzeuge finden darin Platz. Zwei weitere Stellplätze befinden sich im verbliebenen Gebäudealtbestand, der saniert wurde.  Der alte Schlauchturm ist einem Anbau in Massivbauweise gewichen, der die neue Fahrzeughalle zur anderen Seite hin einrahmt. Dort befinden sich unter anderem Lager- und Werkstatt. Neue Sanitäranlagen und Umkleidebereiche sind ebenfalls entstanden. „Vorher mussten wir uns quasi hinter den aus- und einrückenden Fahrzeugen umziehen“, schilderte Löschzugführer Sebastian Ringels die Situation in der Vergangenheit. Mit dem Unfallschutz sei das nicht zu vereinbaren gewesen.  Am Standort Spenge-Mitte sind Einsatzleitwagen, Hilfeleistungslöschfahrzeug 20, Löschfahrzeug 20, Gerätewagen-Rüst, Mannschaftstransporter, Schlauchboot- und Pulverlöschanhänger stationiert. Zuletzt erhielt der Löschzug im Jahr 2018 einen Gerätewagen Logistik 2 (Ziegler/Scania).

 

   Geraetehaus Loeschzug Spenge  

Das alte Gerätehaus des Löschzugs Spenge-Mitte wurde aufwendig umgebaut, saniert und erweitert.
Herausgekommen ist ein moderner Funktionsbau und Ausbild
ungsstandort.


Einer langen Planungszeit folgte eine lange Bauzeit.

Die Planungen für eine grundlegende Umgestaltung des Gerätehauses Spenge-Mitte hatten bereits im Jahr 2015 begonnen. Damals war der Rettungsdienst, der bis dahin ebenfalls an der Eschstraße seinen Standort hatte, in eine neue Rettungswache umgezogen. Im Herbst 2017 begannen schließlich die Bauarbeiten. Die Stadtverwaltung hatte ein Architekturbüro mit der Ausführung beauftragt. Ein straff organisierter Bauzeitplan sollte eigentlich die Fertigstellung in zwölf bis 14 Monaten garantieren. Doch die Baumaßnahme im Bestand umzusetzen, erwies sich schwieriger als zunächst gedacht. Gesundheitsgefährdende Baustoffe, die aufwendig abgetragen und als Sondermüll entsorgt werden mussten, brachten unter anderem den Zeitplan durcheinander. Die Feuerwehrleute versuchten sich währenddessen so gut es eben ging mit der Situation zu arrangieren. „Wir haben uns in den Altbau zurückgezogen und den wenigen Platz auf dem Gelände mit den Bauarbeitern und Baumaschinen geteilt!“, erinnerte sich Ringels. Besonders hart war das Jahr 2018. Damals schnellten die Einsatzzahlen plötzlich um 130 Prozent  in die Höhe. Orkan Friederike und gleich drei Großbrände brachten den Löschzug, der zu diesem Zeitpunkt über kein funktionstüchtiges Gerätehaus verfügte, an seine Belastungsgrenze.  „Die Baumaßnahme bei laufendem Dienstbetrieb umzusetzen war wirklich nicht einfach“, bestätigte Wehrführer Thomas Reschke, der den Löschzug für seinen Durchhaltewillen lobte. Im September 2019 war schließlich das Gröbste überstanden und die neuen Räumlichkeiten konnten bezogen werden. Die Fertigstellung von Küche, Stabsraum und Nebenleitstelle zogen sich allerdings aufgrund von Lieferschwierigkeiten noch bis April dieses Jahres hin.

Bei einem Tag der offenen Tür können die Spenger Bürger und befreundeten Feuerwehren das neue Domizil besichtigen. Der wird aufgrund der Corona-Pandemie allerdings erst im nächsten Jahr stattfinden.


                                                                                                                                                    

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