Dienstag, 20. August 2019
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Rettung vor dem plötzlichen Herztod

Feuerwehr Spenge erhält zwei automatische externe Defibrillatoren (AED)

Jährlich sterben in Deutschland 130.000 Menschen am plötzlichen Herztod. Im Bundesdurchschnitt erreicht der organisierte Rettungsdienst die Patienten in etwa 9 Minuten. Doch jede Minute zählt im Kampf gegen den plötzlichen Herztod! Je früher das flimmernde Herz durch Stromstöße wieder in den richtigen Rhythmus gebracht wird, umso größer sind die Überlebenschancen. Der Automatische Externe Defibrillator (AED) ist ein medizinisches Gerät, mit dem das Herz bei einem Infarkt wieder in den richtigen, lebensrettenden Rhythmus gebracht werden kann - selbst von medizinischen Laien. Bei einer akuten Herzerkrankung kann es vorkommen, dass das Herz anstelle der normalen geordneten Pumparbeit nur noch rasend schnell und unkoordiniert arbeitet; das Blut zirkuliert nicht mehr, weil das Herz " flimmert". Dieses Kammerflimmern ist die häufigste Ursache für einen Kreislaufstillstand. Die schnellstmögliche Wiederbelebung erfolgt durch einen oder mehrere gezielte Stromstöße, der so genannten Defibrillation. Das "elektrische Chaos" im flimmernden Herz wird hierdurch schlagartig beendet und die elektrische Herzautomatik setzt wieder ein und sorgt für die normale Pumpaktivität.

Bislang konnte ein Kammerflimmern nur von einem erfahrenen Arzt mit einem EKG-Gerät festgestellt werden. Inzwischen gibt es die AED-Geräte, mit denen man eine automatische externe Defibrillation durchführen kann. Auch Laien können dieses Gerät bedienen und damit Leben retten. Dies war für die Spenger Feuerwehr der Anlass, bei den Löschzügen Spenge und Lenzinghausen zwei AED-Geräte anzuschaffen und entsprechendes Personal fortzubilden.

Die AED`s sollen zukünftig durch die Feuerwehr in all den Fällen zum Einsatz gebracht werden, in denen der jeweilige Rettungsdienst und Notarzt nicht sofort zur Verfügung stehen. Dies gilt sowohl bei Einsätzen (Erstversorgung von Verletzten/Erkrankten durch die Feuerwehr, wenn noch kein RTW eingetroffen ist) als auch der Sicherheit der eigenen Feuerwehrleute vor einem plötzlichen Herztod. Gerade bei Atemschutzübungen sind in der Vergangenheit bundesweit einige Zwischenfälle bekannt geworden.

Die Anschaffung von zwei AED`s war nur durch die finanzielle Unterstützung der Sparkasse Herford möglich. Die Feuerwehr bedankt sich an dieser Stelle nochmals für die großzügige Spende.

Mittelfristiges Ziel in Deutschland muss es sein, die Vorhaltung der Geräte in öffentlichen Gebäuden weiter auszubauen. Andere Länder wie die USA sind hier wesentlich weiter. Aber auch insbesondere in Süddeutschland werden die Geräte in Freibädern, Rathäusern, Sporthallen und sonstigen Gebäuden und Plätzen vorgehalten. Im Kreis Herford dagegen verfügt zur Zeit lediglich die Gemeinde Hiddenhausen über zwei Geräte.

Unsere Fotos zeigen die Übergabe der Geräte.

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